Wofür wir uns einsetzen
Im Gegensatz zum konventionellen Tierschutz, der lediglich eine Verbesserung der Haltungs-, Transport- und Schlachtbedingungen von Tieren anstrebt und somit die Tierausbeutung manifestiert, setzen wir uns für die Abolition (Abschaffung) jeglicher Tiernutzung ein. Wir fordern keine größeren und saubereren Käfige sondern leere Käfige. Wir wollen keine "artgerechte" Tierhaltung mit mehr Platz in den Tiergefängnissen, sondern das vollständige Ende der Tierhaltung. Wir verlangen keine "humaneren" Methoden der Ausbeutung, sondern das definitive Ende der Ausbeutung. Reformismus für ein geeignetes Mittel zur Abschaffung eines falschen Systems zu halten, ist ein methodischer Denkfehler. Nichtmenschliche Tiere sind weder Nahrungsmittel (Fleisch, Milch, Eier, Honig) noch medizinische Messgeräte, weder Showobjekte für Zirkus- und Zoounternehmen noch Kleidungs- und Möbelstücke (Pelz, Leder, Wolle, Daunen) oder Sportgeräte (Reiten, Jagd, Angeln, Rodeo, Stier-, Hunde-, Hahnenkämpfe etc.) sondern sensible, intelligente Lebewesen wie wir alle mit eigenen Interessen. Anzuerkennen, dass Tieren Gewalt angetan wird, ist der erste notwendige Schritt. Der rücksichtslose Umgang mit Tieren hat nicht nur für diese tierlichen Opfer ernste Folgen sondern auch für die gesamte Mitwelt!
Viele Menschen entwickeln ein sehr inniges Verhältnis zu ganz bestimmten Tieren. Sie lieben ihre (Kuschel-) Tiere - vor allem Katzen, Hunde und Pferde, die sie hegen und pflegen - sie sind der beste Freund des Menschen und somit "schützenswert". Alle anderen Tiere wiederum werden gequält, benutzt - "produziert"...für Fleisch, für Milch, für Eier u. v. m. Es ist schizophren - und wir wissen es!
Die Grundbedürfnisse ALLER nichtmenschlicher Tiere auf Leben, Unversehrtheit und Freiheit unterscheiden sich in keiner Weise von denen menschlicher Tiere und erfordern deshalb gleiche moralische und rechtliche Berücksichtigung. Menschen für Tierrechte fordern Gerechtigkeit für Tiere. Menschen für Tierrechte bedeutet, die Menschenrechtsbewegung um Gerechtigkeit für ALLE Tiere zu erweitern, denn nichtmenschliche Tiere haben keine Möglichkeit, ihre Interessen einzufordern.
Tiere haben Rechte, wir fordern sie ein!
Verbandsklagerecht
– schriftliche Stellungnahme 2011 -